WARUM
IST ES AM RHEIN SO SCHÖN? Die
Frage lädt ein zu romantischen Verklärungen, verbindet den
Strom und seine Landschaft mit der Kultur und ihren Menschen.
Die Antwort darauf hat auch mit Wein zu tun. Dem Lauf des Rheins
folgend erstrecken sich die hessischen Weinbaugebiete entlang
der warmen sonnigen Hänge von Rheingau und Hessischer Bergstraße.
Weinbau hat hier Tradition. Über viele Jahrhunderte leisteten
Benediktiner- und Zisterziensermönche Pionierarbeit. Erfindungen
und Entdeckungen von Bedeutung für den weltweiten Weinbau
stammen von hier, so z.B. die Spät- und Auslese, der Cabinet-Keller
oder die Flaschenfüllung. Heute wird diese Aufgabe von der
Weinbauschule in Eltville und der Forschungsanstalt in Geisenheim,
Deutschlands bedeutendster Hochschule für den Weinbau,
wahrgenommen.
Der Rheingau (3.100 ha)
und die Hessische Bergstraße (444 ha) gehören zu den kleineren
der deutschen Weinbaugebiete. Doch im Riesling sind die Hessen ganz groß.
Mit 78% (Rheingau) bzw. 50% (Hessische Bergstraße) ist er die bedeutendste
Rebsorte. Die beste und edelste Weißweinsorte der Welt findet hier
optimale Bedingungen, um auf engem Raum interessante und große Weine
hervorzubringen. Eine Jahresdurchschnittstemperatur von 10 bis 11 Grad und
mehr als 1.600 Stunden Sonnenschein kommen der langen Reifezeit des Rieslings
entgegen und gewähren ihm die zur
Ausbildung seiner Fruchtsäure und seines Aromas
erforderliche Zeit. |