LÖSS
PRÄGT die
hessischen Weinbaugebiete. Er ist eines der besten Substrate
für die landwirtschaftliche Nutzung.
Mächtige Lössdecken wurden fast überall
zwischen Lorchhausen und Heppenheim auf die
Landschaft geweht. Meist liegt
das helle, feinkörnige Sediment
vor unserem Blick verborgen
im Untergrund. Dann wieder
formt der Löss in tief eingeschnittenen
Hohlwegen imposante
Steilwände. Der Staub
der Eiszeiten ist den meisten
Weinbergsböden zugemischt.
Stürme bliesen feine Staubkörner
aus den Schotterfluren der
damals breiten Flüsse. In windgeschützten
Lagen wurde der
Staub aus der Luft „ausgekämmt“ und
setzte sich ab. Es entstanden mächtige Lössablagerungen.
Löss besteht vorwiegend
aus Partikeln der
Korngröße Schluff (0,02 bis
0,0063 mm). Er enthält Quarz,
Feldspäte, Glimmer, verschiedene
Tonminerale und vor allem
Kalk. Eisenoxide färben
den Löss gelblich-braun.
Der Standort liegt in 120
Meter Meereshöhe auf einem
schwach geneigten, südostexponierten
Hang. Die Rebe erhält hier in der Vegetationszeit
eine hohe Sonnenstrahlung. Auf
hängigen Standorten wie dem Winkeler Hasensprung
ist der ursprüngliche Boden meist vollständig
abgetragen. Der Rigosol
besteht aus mit Lösslehm
vermischtem Löss. Er enthält
dadurch bis an die Bodenoberfläche
reichlich Karbonat. Unterhalb
des Rigolhorizontes
folgt der helle, noch unverwitterte
Löss. Das lockere Substrat
macht es der Rebe leicht, Wurzeln
in die Tiefe zu treiben, um
Wasser und Nährstoffe zu erschließen.
Herausragend ist das
Vermögen des Löss, große Mengen
Wasser zu speichern und
der Pflanze zur Verfügung zu
stellen. Dennoch zirkuliert in
den Bodenhohlräumen ausreichend
Luft. Der schluffreiche
Boden lässt sich hervorragend
bearbeiten, wird aber besonders
leicht abgeschwemmt. Das natürliche
Nährstoff- reservoir des
Löss bietet ein reich-
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