TERROIR, DAS
IST DIE EINHEIT von Boden, Topographie, Klima
und der Arbeit des Winzers. Das Terroir hat einen ganz eigenen
Einfluss auf
die Sensorik eines Weines – davon sind viele Winzer und Weininteressierte überzeugt.
Das Thema wird rege diskutiert, doch fehlt es an konkreten, wissenschaftlich
fundierten Beispielen. Welche Weinstile aber entwickeln sich auf den unterschiedlichen
Terroirs im Rheingau und an der Hessischen Bergstraße? Mit dem Projekt „Terroir
Hessen“ greifen der Rheingauer Weinbauverband und der Weinbauverband Hessische
Bergstraße die aktuelle Diskussion auf. Im Auftrag der beiden Verbände
nimmt sich die Forschungsanstalt Geisenheim (FAG) der Fragestellung an. Gemeinsam
mit Experten des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) und
dem Regierungspräsidium Darmstadt, Weinbauamt Eltville wird seit Oktober
2006 daran gearbeitet, die Vielfalt der Standorte und deren Einfluss auf den
Weinstil aufzuzeigen.
Bei sonst vergleichbaren klimatischen Gegebenheiten
kann der Boden den Reifebedingungen einen weiteren, ganz eigenen Stempel aufdrücken.
Um dies zu belegen, wurden auf Standorten mit ganz unterschiedlichen Bodeneigenschaften
Weine vom Riesling produziert. Die Terroirs stehen
somit für einen vom Boden in spezifischer Weise beeinflussten Weinstil.
Ziel war es, den Weinstil der Standorte unverfälscht wiederzugeben und
ein Maximum der in der Traube gebildeten Aromastoffe in den Most und in den
Wein übergehen
zu lassen. Die naturgegebenen
Einflüsse des Standortes
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