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Boden und Wein
   
 
  Der Boden
Vielfältig und reizvoll
   
 
         
 
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OHNE BODEN KEIN WEINBERG. Er ist die Grundlage, auf der alles aufbaut. Die Rebe benötigt Halt zur Verankerung, Wasser und Nährstoffe zur Ausbildung von Blatt- und Wurzelwerk, Sauerstoff zur Wurzelatmung und Wärme als Wachstumsmotor. Alles Lebenswichtige bietet ihr der Boden, freilich in unterschiedlichster Ausprägung. Durchwurzel- barkeit, Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt sowie die Erwärmbarkeit ergeben sich aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Bodenbestandteile. Boden ist der oberste verwitterte Teil der Erdkruste. Witterung und Bodenlebewesen haben mineralische und organische Substanzen zu „Boden“ umgestaltet. Das Ausgangsgestein übt dabei einen wichtigen Einfluss auf die Bodeneigenschaften aus. Seine Textur bestimmt die Durchlässigkeit für Luft und Wasser sowie das Wasserhaltevermögen. Seine mineralische Zusammensetzung entscheidet über den Gehalt an anorganischen Nährstoffen. Farbe und Steinigkeit wirken sich auf die Speicherung und Verteilung der Wärme im Boden und an der Bodenoberfläche aus.
     Böden bestehen aus Gesteinspartikeln unterschiedlicher Größe. Sie prägen den Nährstoffhaushalt eines Bodens und die langfristige Reserve, seine „Mineralkraft“. Die Gestalt eines Bodens ist abhängig vom Zusammenspiel vieler Faktoren: Klima, Vegetation, Relief, Ausgangsgestein und den Eingriffen des Menschen. Da diese Faktoren an                 

 

 
  Hessische Weinbergsböden
 
jedem Ort anders zusammen wirken, entwickeln sich auch ganz verschiedene Böden.

WEINBERGSBODEN - DES WINZERS WERK. Im Weinberg „gestaltet“ der Winzer den Boden, um der Rebe beste Entfaltungsmöglichkeiten zu bereiten. Weinberge werden vor einer Neubestockung „rigolt“, so nennt man die Bodenvorbereitung durch tiefes Umgraben oder Pflügen. Diese Technik wird bereits seit Jahrhunderten angewendet.
     Ziel des tiefgründigen Durchmischens ist es, der jungen Rebe ein homogenes, leicht durchwurzelbares Substrat zu bereiten und dadurch die Bodeneigenschaften zu optimieren. Durch den Tiefumbruch beim Rigolen verändert sich der natürliche Aufbau des Bodens. Die ursprüngliche Schichtung ist meist nicht mehr erkennbar. Erst unterhalb des Rigolhorizontes folgt der noch unveränderte Boden oder aber das unverwitterte Ausgangsgestein.
   
TERROIR - DIE HERKUNFT SCHMECKEN